Diego Benaglio Mein Weg zum Erfolg

Diego Benaglio im Klubfussball

Bis ich 12 Jahre alt war habe ich Tennis gespielt. Mein Trainer war mit meiner Beinarbeit nicht zufrieden, deshalb hat er mich zusätzlich ins Fussballtraining geschickt. So hat er einen Kunden verloren, denn kurze Zeit später musste ich mich entscheiden, Tennis oder Fussball. Wie ihr wisst habe ich mich für Fussball entschieden.
So begann mein Weg im Juniorenalter beim FC Spreitenbach. Meine damaligen Trainer Mircea Schaich und Kurt Mathys haben später gesagt „sein Ehrgeiz war die Basis“ und „Sein Erfolg ist auf seinen unbändigen Willen und seine überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft zurückzuführen“.

Danach führte mich mein Weg zum FC Baden. Dort hat mich Milan Sarovic entdeckt und 2002 zum Grasshopper Club Zürich geholt. Milan war damals DER Torhüter-Trainer in der Schweiz. Praktisch alle Spitzentorhüter haben damals mit ihm gearbeitet.

Schon mit 18 Jahren bekam ich die Möglichkeit meinen ersten Profivertag im Ausland zu unterschreiben. Rolf Rüssmann, damals Manager beim VfB Stuttgart ist auf mich aufmerksam geworden und hat mir ein Angebot gemacht. Nachdem ich mir in den Vertrag schreiben lies, dass ich täglich mit der Bundesliga-Mannschaft mittrainieren darf, habe ich unterschrieben und bin mit meiner Freundin, meiner heutigen Ehefrau nach Stuttgart gezogen. Die drei Jahre in Stuttgart habe ich immer als Ausbildungszeit betrachtet. So ist es auch gekommen. Ich war der dritte Torhüter des Vereins, zunächst hinter Timo Hildebrand und Thomas Ernst, später hinter Hildebrand und Dirk Heinen. Trainiert und weiterentwickelt vom Stuttgarter Torwarttrainer Eberhard Trautner, kam ich in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga Süd zum Einsatz um Spielpraxis zu sammeln.

Nun kam die Zeit das Gelernte auf einer höheren Stufe als der Regionalliga zu beweisen. Da ich in Stuttgart auf Dauer keine Zukunft für mich sah, wechselte ich 2005 nach Portugal auf die Blumeninsel Madeira zu Nacional Funchal in die SuperLiga. Dort erkämpfte ich mir sehr schnell meinen Stammplatz. Schon damals wusste ich „Sei nach dem ersten Erfolg nicht gleich selbstzufrieden, sondern bleib hungrig. Mit Fleiss und der richtigen Einstellung zum Beruf kann man sehr viel erreichen.» Diese Einstellung hat mir geholfen am Boden zu bleiben.

Im Januar 2008 hat mich Felix Magath, den ich noch aus meiner Zeit in Stuttgart kannte, gefragt ob ich zu ihm nach Wolfsburg kommen will. Ich war 24 Jahre alt, fühlte mich bereit für die 1. Bundesliga und unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2012. Vom ersten Tag an wurde ich Nachfolger vom bisherigen Stammtorwart Simon Jentzsch. Auf die Spielzeit 2008/2009 bekam ich dann auch die Rückennummer „1“. So bin ich in die wohl erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte (nach dem Aufstieg in die Bundesliga) gestartet, die mit dem Gewinn des Meistertitels endete. Im Oktober 2009 verlängerte ich meinen Vertrag beim VfL Wolfsburg bis 2013. Die herausragende Leistung der Saison 2008/2009 konnten wir allerdings nicht wiederholen. Bereits kurze Zeit später mussten wir bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg kämpfen. Keine schöne, aber eine lehrreiche Erfahrung.

Im August 2012 wurde ich Nachfolger von Christian Träsch als Mannschaftskapitän. 2015 durfte ich in dieser Funktion dann im Berliner Olympiastadion die Trophäe für den Gewinn des Deutschen Pokalwettbewerbs entgegennehmen. Eine grosse Ehre für mich. Captain blieb ich bis zum meinem letzten Tag als VfL Spieler am 30. Juni 2017. Die 9,5 Jahre in Wolfsburg waren meine längste Station im Fussball und wird auch die Längste bleibe. Wir haben uns immer wohl gefühlt, unsere Kinder sind dort geboren und wir sind bis heute mit vielen Freunden in engem Kontakt.

Im Sommer 2017 wechselte ich zum französischen Meister AS Monaco und spiele seither im schönen Fürstentum. Ob als Nummer Eins oder als Nummer Zwei, für mich gehört es zur Berufsehre, immer alles für den Verein, die Mannschaft und die Fans zu geben.

Viele denken, dass ein Fussballprofi ein tolles Leben hat und immer auf der Sonnenseite des Lebens steht. Ich gebe zu, ich gehöre zu einer privilegierten Gruppe von Menschen, die ihre Leidenschaft zum Beruf machen konnten. Was uns aber nicht von Hobby- und Amateursportlern unterscheidet sind Themen wie Training, Siege und Niederlagen, Verletzungen und Regeneration.

Darum haben wir die DB Sports AG gegründet. Hier kriegt ihr viele Produkte wie Theraband, im Speziellen das CLX, Gymstick-, Rollerbone-, Flexibar-Produkte oder das IKON Trampolin. Diese Produkte setze ich selber für das Training ein. Meine Ernährung und meine Regeneration sind mir sehr wichtig. Darum trinke ich das Basenkonzentrat aus der professionellen Blenderbottle und setze Produkte von TheraPearls ein.

Diego Benaglio in der Nationalmannschaft

Für die Schweiz debütierte ich am 3. Juni 2006 im Länderspiel gegen China im Hardturm in Zürich. Bei der WM 2006 in Deutschland war ich hinter Pascal Zuberbühler und Fabio Coltorti noch der dritte Torhüter der Nationalmannschaft und konnte erstmals an einem grossen Turnier dabei sein und Erfahrungen sammeln. Am 5. Februar 2008 gab der damalige Schweizer Nationaltrainer Jakob Kuhn bekannt, dass er an der EM 2008 in der Schweiz und Österreich auf mich (Diego Benaglio) als Stammtorhüter setzen wird. Damit endete eine monatelange Diskussion um die Nummer 1 im Schweizer Tor. Diesen Platz konnte ich mir sichern und spielte bis zum Ausscheiden an der WM 2014 gegen Argentinien voller Stolz für die Schweiz.

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